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Die aktuelle Uhrzeit ist: 23/10/2014 13:42:18
Index » Stolpersteine » übrigends oder übrigens? XML

Autor Beitrag
Simone.B


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Beigetreten: 13/03/2011 16:25:12
Beiträge: 30
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Auch dieses Wort wird gerne mal nach dem Gehör geschrieben. Was jedoch falsch ist.
Nicht richtig geschrieben ist folgendes Wort: übrigends
Das Wort findet man nicht mal im Duden, obwohl man es überaus häufig im Internet so geschrieben sieht. Eventuell verbinden auch viele das Wort mit „letztendlich“, indem sie die letzte Silbe „ends“ schreiben. Damit hat es aber nichts zu tun.

Die richtige Schreibweise lautet: übrigens
Gut zu merken dadurch, indem man einfach an das Synonym „im Übrigen“ denkt. Dort befindet sich ja auch kein „d“ am Ende.
Das Adverb „übrigens“ entsteht aus „übrig“ und der Silbe „-ens“ am Ende. So wie zum Beispiel auch im Aufzählungswort „viertens“.
Andere Synonyme für „übrigens“ wären auch „nebenbei“ oder „am Rande“.
Esokiller



Beigetreten: 24/11/2011 15:02:51
Beiträge: 50
Standort: Sicherheitsbeauftragter Securitas GMBH
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Hallo liebe Mitleser und Hallo Simone.B.

Da muss ich dir vollkommen recht geben ich muss selber gestehen den Fehler mach ich heute noch und mir fällt das nicht auf.
Aber das ist voll in meinem zehn Finger System drin.

Da kann man nicht wirklich was machen nun wenn man jetzt Chattet und dieses Wort fällt da ist es ja dem einen oder anderen Egal ob übrigends jetzt mit ends oder Übrigens mit ens geschrieben wird.

Ein Großes Lob an dich für die Ausführliche Beschreibung des Wortes.

Ich danke dir jetzt habe ich es auch leichter mir das Wort richtig zu merken.

Mit freundlichen Grüßen
Alex
[WWW]
Joy



Beigetreten: 18/12/2011 19:46:07
Beiträge: 50
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.. hab ich vorher nie rüber nachgedacht und bestimmt öfter mal "übrigends" verwendet. Weiß gar nicht, warum man einen solchen Fehler nicht bemerkt, das "d" hat da, wenn man es vom "im Übrigen" ableitet, ja wirklich nichts verloren.

Werde ab jetzt mal verstärkt darauf achten.
Gretchen0910



Beigetreten: 17/11/2011 16:29:32
Beiträge: 150
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Bei übrigens kann man das sich einschleichende ‚d‘ verstehen, wenn der Schreiber es auch als ‚übrigends‘ ausspricht. Nur dass sich dieser Fehler einschleift, sollte man verhindern. Ich habe dieses Problem ja mit ‚vorraus‘ (spreche ich vor-raus und will es dann auch so tippen) und bei ‚hälst‘ – da ich das erste –t- in hältst auch nicht allzu deutlich ausspreche, vergesse ich das auch beim Tippen ganz gerne mal. Beim zweiten Blick fallen mir diese beiden beliebten Fehler zwar auf, dennoch vertippe ich mich wieder und wieder – was recht ärgerlich werden kann.
Hat vielleicht jemand hier eine Idee, wie man solch konditionierte Fehler wieder ausmerzen kann?
Joy



Beigetreten: 18/12/2011 19:46:07
Beiträge: 50
Offline


Solche Fehler schleichen sich bei mir auch immer wieder ein, vor allem, wenn ich schnell mal was tippe und per Mail oder Kurzmitteilung versende - da schreib ich oft zu sehr wie ich es auch spreche.

Spätestens, wenn ich von anderen auf einen solchen wiederkehrenden Fehler aufmerksam gemacht wurde, achte ich jedoch besonders auf die richtige Schreibweise und denk eigentlich auch automatisch daran, es beim nächsten Mal richtig zu machen. Tipps, sich das abzugewöhnen, fallen mir gerade nicht ein - denke, dass ist einfach die Macht der Gewohnheit. Wenn man lang genug beim Schreiben daran denkt, es richtig zu machen, macht man es früher oder später ohne großartig darüber nachzudenken richtig.
Gretchen0910



Beigetreten: 17/11/2011 16:29:32
Beiträge: 150
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Ich hoffe schon seit Jahren, dass sich das bei mir irgendwann einstellt. Da ich sehr viel tippe habe ich eigentlich mehr als genug Gelegenheit dazu, es mir abzugewöhnen aber dennoch passiert es jedes Mal wieder. Habe auch schon Post its am Bildschirm angebracht, um mich dauerhaft daran zu erinnern – allerdings ohne langfristigen Erfolg.

Schreibe ich ganz traditionell mit Stift auf Papier oder Kreide auf Tafel passieren mir diese Fehler übrigens nie, tippe ich aber – egal in welcher Geschwindigkeit – muss ich immer wieder berichtigen. Auch wenn das zwei Fehler sind, die sich schnell berichtigen lassen ist es dennoch ärgerlich – jedes Mal wieder.
Joy



Beigetreten: 18/12/2011 19:46:07
Beiträge: 50
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Solche Fehler kenn ich - die mir nur beim Tippen immer wieder passieren.
Zum Beispiel habe ich andauernd einen Dreher wenn ich "und" schreibe, stattdessen schreibe ich immer zuerst "udn" und verbesser mich dann. Ich weiß absolut nicht warum das so ist, denke da ist der eine Finger einfach immer schneller als der andere. Aber das liegt dann denk ich weniger daran, dass du den Fehler immer bewusst wiederholst, als mehr daran, dass deine Finger einfach die Reihenfolge, wenn du an das Wort denkst, gewohnt sind. Wie man das einstellen kann, weiß ich auch nicht. Kannst ja mal einfach, eine Seite voll mit den Wörtern tippen, die du immer wieder falsch machst, damit deine Finger sich an die richtige Reihenfolge gewöhnen.
Gretchen0910



Beigetreten: 17/11/2011 16:29:32
Beiträge: 150
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@Joy: Im Stil von Bart Simpson??? Klingt im ersten Moment wirklich seltsam aber vielleicht hilft das ja wirklich dabei diese dumme alte Gewohnheit abzulegen. Vielleicht engagiere ich auch jemanden der sich während des Tippens neben mich stellt und mir direkt auf die Finger klopft, wenn ich mal wieder ein zusätzliches ‚r‘ in das Wort ‚voraus‘ zu schmuggeln. Oder ich versuche es mit einem schrecklich tönenden Alarm der mit der Rechtschreibprüfung auf Word verknüpft ist.
Sollte noch jemand eine Idee bezüglich des Abgewöhnens von Fehlern haben immer her damit, ich glaube leider meine Ideen sind nicht wirklich praxistauglich.

Danke Joy!
Joy



Beigetreten: 18/12/2011 19:46:07
Beiträge: 50
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Haha, ja - so war das gemeint. Ob das praxistauglich ist wage ich auch zu bezweifeln, aber einen Versuch ist es ja wert.
Kein Problem, immer wieder gern.

Würde mich auch freuen von anderen Ideen zu hören.
Gretchen0910



Beigetreten: 17/11/2011 16:29:32
Beiträge: 150
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@Joy: Ich werde das glaube ich wirklich versuchen. Nachdem mein linker Zeigefinger jahrelang ausreichend Gelegenheit hatte, sich diese Fehler einzuprägen, kann ich vermutlich nicht erwarten, dass er sich das von jetzt auf gleich abgewöhnt. Auch wenn ich das einer langwierigen Umgewöhnung natürlich vorziehen würde.
Auch wenn ich für gewöhnlich keine guten Vorsätze zum Jahreswechsel habe, werde ich das Ausmerzen dieser zwei nervigen Fehler direkt mal dazu erheben. Irgendwie müssen die doch abgestellt werden können.
Für weitere Ideen oder Erfahrungen mit dem Ablegen, Ändern, Abgewöhnen von solchen Tipp-Macken, wäre ich nach wie vor dankbar. Eventuell gibt es ja auch noch andere Möglichkeiten.
Joy



Beigetreten: 18/12/2011 19:46:07
Beiträge: 50
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Lass mich wissen, ob du erfolgreich damit warst.
Gretchen0910



Beigetreten: 17/11/2011 16:29:32
Beiträge: 150
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@Joy: Ich habe mich mal noch ein wenig belesen, was das Ablegen von schlechten Angewohnheiten angeht und bin dabei auf die 21Tage-Regel gestoßen. Diese besagt, dass es bei täglicher 'Übung' 21 Tage dauert, bis eine schlechte Angewohnheit abgelegt wird oder eine neue, gute Angewohnheit angenommen wird.

Momentan bin ich bei Tag 12 und übe täglich für etwa 5 Minuten 'voraus' und 'hältst' zu tippen. Meine typischen Fehler sind zwar noch nicht ausgemerzt aber bereits deutlich weniger geworden. Mal sehen ob ich nach den 21 Tagen dann frei von diesen Vertippern bin. Auf jeden Fall bin ich bereits äußerst gespannt auf das Ergebnis.
Joy



Beigetreten: 18/12/2011 19:46:07
Beiträge: 50
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Das hört sich doch schonmal nicht schlecht an. Bin auch gespannt, ob du das gewünschte Ergebnis damit erreichen kannst- wünsche auf jeden Fall noch viel Erfolg.
Gretchen0910



Beigetreten: 17/11/2011 16:29:32
Beiträge: 150
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@Joy: Hier mal eine Rückmeldung bezüglich der 21-Tage-Regel:
Ich habe täglich fleißig getippt und dabei recht schnell eine Verbesserung festgestellt. Meine beiden 'Lieblingsfehler' sind zwar (noch) nicht vollständig verschwunden, zumindest wenn ich mal schneller tippe oder nicht ganz bei der Sache bin, tauchen sie hin und wieder noch auf. Allerdings deutlich weniger häufig, als vor der dreiwöchigen Kur. Das hat sich auch nach der ersten übungsfreien Woche nicht wieder verschlechtert. An der 21-Tage-Regel scheint also durchaus etwas dran zu sein, weswegen ich sie jetzt auch mal in anderen Bereichen meines Lebens anwenden möchte. Mal sehen, was sich damit noch so verbessern lässt.
 
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