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Index » Stolpersteine » nämlich- dämlich?
Autor Beitrag
DARIA2408

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Beigetreten: 21/06/2011 10:47:18
Beiträge: 50
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Zum Glück gibt es die guten alten Eselsbrücken, die uns helfen, so manche Wörter richtig zu schreiben.
Da gibt es zum Beispiel folgende Eselsbrücke:
" Wer nämlich mit h schreibt ist dämlich "
Ich habe manchmal schon überlegt, mit oder ohne "h". Dank der Eselsbrücke wusste ich es richtig.
Dennoch finde ich, wenn man "nämlich" vor sich hin spricht, wird das "ä" doch lang gesprochen. Wäre es da nicht logischer ein "h" zu schreiben?
Es gibt so manche Wörter, wo man denken könnte, dort gehört doch eigentlich noch ein Buchstabe hin.
Aber unsere gute alte rechtschreibung sagt es nun mal so.
Geht das euch auch manchmal so? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir antwortet und evt. auch ein paar Beispiele kennt, bei denen ihr so etwas auch denkt.

Wortraum

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Beigetreten: 06/11/2010 19:47:25
Beiträge: 425
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Wäre es da nicht logischer ein "h" zu schreiben?
Wie bei Kähfer, Sähge oder rähtseln?

Vielleicht liegt die Gefahr darin, daß viele an nehmen denken? Noch größer ist die Gefahr bei wäre und während, das h hierbei ist nämlich funktionslos. Das ist es auch bei war und wahr, bei diesen Wörtern unterlaufen jedoch wieder weniger Fehler.

Die Dehnung von Lauten in der Schriftsprache ist vielfältig: mal ist es ein h, mal eine Vokaldopplung, hinter einem i häufig ein e, selten hinter den anderen Vokalen ein e (Soest), mal unmarkiert, manchmal wird eine Dehnung gleich mehrfach markiert. Bei Konsonanten ist die Dopplung hingegen eine Kürzung.

Vor allem geht das auf die zweite Lautverschiebung zurück. Während sich die gesprochene Sprache schnell wandelte, mußte die Schriftsprache mit alten Mitteln die neue Aussprache wiedergeben. Früher waren Regionen stärker isoliert als heute, nur wenige Menschen konnten schreiben, und so erdachte jeder Schreiber eigene Mittel. Einige dieser Mittel setzten sich durch, in den einen Wörtern diese, in anderen Wörter jene, und so haben wir auch heute noch unheitliche Mittel zur Markierung von Dehnungen.

Manchmal haben sie den Vorteil, daß man gleichlautende, doch verschiedene Wörter anhand der Schreibung auseinanderhalten kann, so wie bei Meer und mehr oder wieder und wider. Auch Mann und man sprechen sich gleich, und eigentlich sollte es mann (statt man) heißen; das ist einer der Fälle, wo sich die Konsonantendopplung nicht durchsetzte, vielleicht auch aus Gründen der Sprachökonomie.

This message was edited 1 time. Last update was at 23/06/2011 21:29:43

holenuss

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Beigetreten: 25/05/2011 16:26:15
Beiträge: 27
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Ja, das ist so eine Sache mit dem Dehnungs-H..ich finde es auch irgendwie generell merkwürdig, wenn man einen Buchstaben betont aber nicht ausspricht. Alternativ könnte man dazu übergehen, alle Dehnungs-Buchstaben komplett wegzulassen, für mich hört sich ‚Hole Nuss’ inzwischen schon gar nicht mehr so verkehrt an :p
Für viel mehr Verwirrung als das H in nämlich führt meiner Meinung nach das west- und norddeutsche Dehnungs-E, wie zum Beispiel bei der Stadt Soest. Die wird nicht, wie man eigentlich vermuten könnte, Söst ausgesprochen, sondern eher Sohst.Ist etwas verwirrend, und kann zu Missverständnissen führen wenn der eine nicht weiß, von was der andere redet weil man es unterschiedlich ausspricht !
Wortraum

Normal

Beigetreten: 06/11/2010 19:47:25
Beiträge: 425
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Na, nicht bei mir abschreiben!
Andreas23

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Beigetreten: 02/04/2011 21:33:21
Beiträge: 29
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Das ist einfach so eine gewissen Regel, die einem hilft, solche Wörter richtig zu schreiben. Auch die neue Rechtschreibung hat nichts dran geändert. Es ist einfach eine leicht zu merkende Regel.

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