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Index » Grammatik » Genititiv XML

Autor Beitrag
MicFe



Beigetreten: 26/07/2011 08:47:09
Beiträge: 6
Offline

Sagt man eher:
"des Programmieraufwands" oder
"des Programmieraufwandes"
Caraluna



Beigetreten: 01/07/2011 13:04:31
Beiträge: 51
Offline

Hallo,

soweit ich weiß, sind grundsätzlich beide Formen möglich, also "des Programmieraufwands" und "des Programmieraufwandes".
Grundsätzlich bildet man die Form des "Genitivs" mit der Endung -es bei Substantiven, die auf die Endungen -s -ß -x -z enden. Beispiele sind "des Schlosses Tür" oder "des Glases Stiel". Mit - s enden viele Genitive, deren Nomen auf eine unbetonte Silbe änden (Beispiel ist "Nachbar"). Auch die meisten Fremdwörter enden mit Genitivendung -s. Beispiele hierzu: "des Footballteams" oder "des Genitivs".
Unter http://www.canoo.net/services/InflectionRules/Controller?entryClass=Cat+N&matchRules=%28BesTab+Genitiv-mit-s-oder-es-3%29&resultId=1c76e2&pageSize=50&pageNo=28 findest du eine Liste mit allen Nomen, deren Genitiv mit -s und mit -es enden kann. "Aufwand" ist ebenfalls in dieser Liste.

lg Helena

Wortraum



Beigetreten: 06/11/2010 19:47:25
Beiträge: 425
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Hier erst einmal etwas allgemeines zum Genitiv-s:
http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/InflectionRules/FRegeln-N/Texte/s-und-es-Gen.html#Anchor-Genitiv-11481

In Deinem Fall kannst Du es selbst entscheiden, abhängig vom Klang und Deinem eigenen Gefallen. Nach Ngram wurde die letzten zweihundert Jahre die Endung -es bevorzugt. Auch mir gefällt sie besser.
http://ngrams.googlelabs.com/graph?content=Aufwands%2CAufwandes&year_start=1800&year_end=2008&corpus=8&smoothing=3
bcm1979


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Beigetreten: 14/11/2011 22:25:48
Beiträge: 34
Offline

Also, wenn ich da so an meine Schulzeit zurückdenke, dann waren sich die Lehrer bei der Genitiv-Endung auch nicht ganz einig; so bevorzugte der eine die, wie ich persönlich finde, wohlklingendere Form mit -es, der nächste aber trat für eine verkürzte (manchmal auch "internationaler" genannte) Form ausschließlich mit -s ein.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man es als Muttersprachler irgendwie schon "heraushört", wie der Genitiv zu bilden ist- oder man ersetzt ihn, wie man oft bei der jüngeren Generation konstatieren kann, direkt durch den Dativ.

Ich persönlich finde diese Entwicklung schade und möchte hiermit eindringlich auf das Buch von Bastian Sick verweisen, in dem er auch beklagt, daß "der Dativ dem Genitiv sein Tod sei".

if (ahnung == 0) or (hoffnung == 0) { read FAQ; use SEARCH; ask GOOGLE; } else { use brain; make post; } or { give up }
Francar



Beigetreten: 14/11/2011 22:15:37
Beiträge: 50
Offline

Ich würde mich für "Programmieraufwands" entscheiden. Man muss sich da auf das Sprachgefühl verlassen und auf den Klang hören, denke ich. Ich habe eine Zeit lang ein Onlinespiel gespielt, wo man aus acht oder neun Buchstaben so viele Wörter wie möglich bilden muss. Wenn man da Genitivwörter gebildet hat, hat er beide Versionen akzeptiert, "Aufwands" und "Aufwandes".

Ich muss bcm1979 so Recht geben. Leider wird der Genitiv von uns Muttersprachlern nicht mehr oft genutzt, in Büchern findet man ihn noch häufig vor. Doch wir vereinfachen es uns und bilden den Dativ. Ich zähle leider auch dazu Aber nachdem ich jetzt darüber nachgedacht habe, versuche ich den Genitiv wieder in meine Sprache einzubinden.
 
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