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Index » Rechtschreibung » Chauffeur oder Schofför? XML

Autor Beitrag
daamin


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Beigetreten: 30/11/2009 22:50:23
Beiträge: 309
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Gut, dass ich mir nichts aus Majonäse mache, seit der Rechtschreibreform kann ich mir nämlich nicht merken, wie sich das Zeug jetzt schreibt, und auch mit der Berufsbezeichnung "Frisörin" kann ich mich nicht so recht anfreunden. Getoppt wird das alles aber von "Schofför" - Grübel... - Was soll denn das sein? - Da muss ich mal spicken:

Laut Wörterbuch der Sprachschwierigkeiten (VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1984) handelt es sich um eine veraltete eingedeutschte Schreibweise für "Chauffeur", im Duden (21. Auflage, 1996) stehen beide Schreibweisen.

"Schofför" war wohl zu ungeläufig, als dass es sich hätte durchsetzen können; jedenfalls wurde der Versuch der Einführung dann in der Rechtschreibreform nicht wieder aufgegriffen, sondern es blieb bei der etablierten Schreibweise als französisches Fremdwort. - Je mehr ich mich mit dem Thema auseinandersetze, desto sympathischer wird mir die Rechtschreibreform.

LG
daamin
Lynnie_Red



Beigetreten: 17/01/2010 19:28:40
Beiträge: 103
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Hi daamin,

da stimme ich zu, das Französische muss französisch bleiben. Sieht auch viel schicker aus oder soll ich sagen chiquer

LG
Lynnie
naknak85



Beigetreten: 10/09/2010 12:00:34
Beiträge: 76
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Ich finde "Frisörin"okay, konnte mich sehr gut damit anfreunden. Ich fand "Frisöse" oder "Friseuse" immer sehr abwertend klingend, ähnlich wie "Putze". Mit dem Unterschied, dass "Frisöse"die offizielle Bezeichnung war und nicht eine Abkürzung wie Putzfrau --> Putze.
Die meisten Frisörinnen, die ich kenne, finden den Ausdruck "Frisörin"auch besser!
lobolina



Beigetreten: 07/09/2010 16:01:11
Beiträge: 39
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Nee, also da kann ich Euch nur beipflichten, die Schreibweise „Schofför“ ist doch wirklich ein abartiges Beispiel der neuen deutschen Rechtschreibreform. Und ich empfinde es als eine Frechheit, dass der Duden hier von einer veralteten eingedeutschten Schreibweise spricht.

Und auch die eingedeutschte „Frisöse“ gibt mir eine Gänsehaut. Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn eine Rechtschreibreform die Formen der deutschen Sprache vereinfacht, aber gängige Fremdwörter hätte man wirklich in Ruhe lassen können.

Auch das Wort „Tip“ bzw. eben jetzt „Tipp“ treibt mich immer noch zum Wahnsinn. Überlegt Euch nur mal auch, wieviele Texte und damit Endprodukte dadurch umgeschrieben werden mussten.

Oder die jetzige Schreibweise des Portemonnaies – zugegebenermaßen für viele schwierig zu schreiben - auf
Portmonee .... no comment.

Also ich bleibe bei solchen Sachen bei der alten Schreibweise.

In dem Sinne grüßt Euch

Lobolina
[Email] [MSN]
mel0010



Beigetreten: 05/09/2010 10:43:16
Beiträge: 51
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Hallo!

Also mit dem Wort Schofför kann ich auch nicht wirklich etwas anfangen. Ich bin zwar dagegen, dass das gute alte Deutsch immer mehr Fremdwörter enthält, aber bei manchen Wörtern ist es wohl besser sie bei ihrer herkömmlichen Schreibweise zu belassen. Ketschup zum Beispiel finde ich auch nicht wirklich schön, zumal jeder wusste wie man Ketchup schreibt und diese eingedeutschte Schreibweise es auch nicht einfacher macht. Wörter wie Feedback oder Meeting hört man auch schon täglich, obwohl es die altbewährte Rückmeldung und die Tagung auch getan hätten.
Vor kurzem fragte meinen Freund doch tatsächlich ein Mittzwanziger ernsthaft "Ist hier wo ein Fitnesscenter around?" Köstlich war der Anblick meines verdutzt dreinblickenden Göttergatten, bis er nach einigen Sekunden verstand, dass mit "around" so viel wie "in der Gegend" gemeint war.
Wortraum



Beigetreten: 06/11/2010 19:47:25
Beiträge: 425
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lobolina wrote:Nee, also da kann ich Euch nur beipflichten, die Schreibweise „Schofför“ ist doch wirklich ein abartiges Beispiel der neuen deutschen Rechtschreibreform. Und ich empfinde es als eine Frechheit, dass der Duden hier von einer veralteten eingedeutschten Schreibweise spricht.
Ich bin eigentlich einer der letzten, die die Reformreformreform in Schutz nehmen, aber Schofför ist „abartiger“ als Möbel (meubles), Büro (bureau), Schachmatt (sch?h m?t) oder Schal (shawl).

This message was edited 2 times. Last update was at 07/11/2010 01:57:26

tevingas



Beigetreten: 06/12/2010 09:19:39
Beiträge: 9
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Chauffeur ist wohl eine frühe Form der Einführung von Fremdsprache in den deutschen Wotschatz. Verwendet man das immer noch gültige deutsche Wort Fahrer, gegebenenfalls in verschiedenen Verbindungen wie Busfahrer, Taxifahrer usw. vermeidet man alle Rechtschreibprobleme.
HerrSyntax



Beigetreten: 04/05/2011 16:09:11
Beiträge: 65
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Hallo an Alle.

Ich möchte Euch allen beipflichten und mich ebenfalls Pro dem Erhalt der Originalform des eingeführten Fremdwortes aussprechen. Denn gerade die Fremd- oder Andersartigkeit der jeweiligen Fremd-Vokabel bereichert ja gerade die eigene Sprache. Angst, dass dies Praktik irgendwann zum Verfall der eigene Sprache kommen könnte, würde ich nicht haben.
Sprache ist dynamisch und lebendig! Und die DEUTSCHE SPRACHE wird man - genau wie heute das Lateinische, das Altgriechische etc. - auch noch zu lieben und zu schätzen wissen, wenn es sie längst nicht mehr geben wird.



Ganz witzig finde ich in diesem Zusammenhang auch die Vorgehensweise der Spanier, die vor jedes eingeführte Fremdwort, das mit "S" beginnt ein "e" zu setzen pflegen - teilweise auch vor Eigennamen. So hörte ich bei meinem letzten Spanienurlaub u.a. von :

E-Suzuki
E-Stuttgart
Wortraum



Beigetreten: 06/11/2010 19:47:25
Beiträge: 425
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Denn gerade die Fremd- oder Andersartigkeit der jeweiligen
Fremd-Vokabel bereichert ja gerade die eigene Sprache.


Deine Meinung möchte ich Dir nicht nehmen – besonders diese nicht, ich halte sie nämlich für falsch.

Das Fremde bereichert erst, wenn es aufgenommen und nicht bloß als Fremdkörper wahrgenommen wird; es muß das Fremde verlieren. Wörter aus Sprachen, die andere Schrifttypen und Alphabete verwenden, werden transkripiert; ob ein Wort nun aus Asien, etwa aus China oder Rußland, ob es aus der arabischen Welt stammt: es wird immer transkripiert. Selbst wenn man auf die Transkription verzichten kann, bereiten nicht gänzlich eingedeutschte Wörter dem Schreiber Probleme.

Jedes Wort muß erst einmal entfremdet werden, indem es einen Artikel bekommt. Es ist nicht bereichernd, fremde Artikel beizubehalten, nicht bereichernd, fremde Formen der Zeiten und Beugungen zu übernehmen. Nein, fremde Wörter bekommen einen deutschen Artikel verpaßt, werden deutsch gebeugt und oftmals auch an deutschen Lautstand angepaßt. Der Tempus wird fast immer an deutsche Grammatik angepaßt, der Numerus ebenfalls, wobei es gerade bei diesem etliche fremde Pluralformen in der deutschen Sprache gibt, die später hinzukamen.

Fremdes und Anderes bereichert auch nicht, bloß weil es fremd oder anders ist. Ganz im Gegenteil: der Großteil aller Anglizismen ist verarmend; ein anderer Teil ist differenzierend; und dann gibt es einen nur recht kleinen Teil der bereichernden Anglizismen. (Ich hoffe doch, daß nun niemand behaupten möchte, der verarmende Teil sei nicht fremd, der bereichernde umso mehr.)

Vor allem kommt es aber nicht auf das Wort, sondern den Begriff an. Was kulturell oder gedanklich anders ist, indische Gewürze oder japanische Kampfkunst, können wir oft nur mit fremden Worten benennen. Sie sind es, die uns bereichern. Solange sie uns fremd bleiben, ist ihr Gewinn gering, wir müssen ihre Bedeutung verstehen, sie der Sprache und unserem Wortschatz einverleiben, müssen sie anpassen. Sie bereichern die Sprache und unser Denken, weil wir sie zusammen mit neuen Prinzipien und Bildern aufnehmen.

Die Fremde eines Wortes alleine kann uns nicht bereichern. Ein Buch Book zu nennen, damit ist nicht das geringste gewonnen; den Dao Dao zu nennen, das ist bereichernd, denn es gibt für diesen Begriff kein deutsches Wort und keine knappe Umschreibung, und Deutsche dachten auch nicht in diese Richtung.

Dazu eine kleine Anmerkung: Die Übersetzung von Dao als Weg ist sehr irreführend, und nahezu jeder Deutsche läßt sich in die Irre führen und versteht Konfuzius’ Weisheit „der Weg ist das Ziel“ falsch. Zugegeben, die falsche Bedeutung, es komme auf den Weg zum Ziele an, ist reizvoll, aber nun einmal grundverkehrt. Im Original heißt es, Dao sei das Ziel, und das ist nicht ein Weg, den man beschreitet, sondern das Prinzip chinesischer Philosophie, das es zu erlangen gilt.

This message was edited 4 times. Last update was at 06/05/2011 19:56:47

HerrSyntax



Beigetreten: 04/05/2011 16:09:11
Beiträge: 65
Offline

Grüß Gott Wortraum,

wie ich anhand deiner anderen Beiträge feststellen konnte, verspürst du keine große Lust, Fremdes - in welcher Form auch immer - innerhalb der deutschen Sprache "ungestutzt" zuzulassen.
Das ist ein Standpunkt, den man haben kann, der jedoch sicherlich sehr konservativ daherkommt und meiner Meinung nach nicht mehr in die heutige Zeit passt. Von Anachronismus will ich noch nicht mal sprechen.

Zum besseren Verständnis möchte ich aber einen Vergleich aus der Gastronomie heranziehen:

Wenn du chinesisch Essen gehst müsstest du z.B. - nach deiner Theorie - als Beilage etwa Knödel anstatt Reis bestellen. Das ist doch absurd. Dann frage ich mich, warum du das Fremde nicht total ablehnst und statt dessen in der deutschen Wirtschaft deine Schweinshaxe bestellst- das wäre zumindest konsequent. Ansonsten wirkt es doppelmoralisch. Tut mir leid. Aber wenn ich lese, dass du z.B. das Wort "community" gerne als "communitys" im Plural sehen würdest, dann würde ich das Wort lieber weglassen. Ehrlich.

Wie auch immer ...
nun zu einigen deiner Anmerkungen im Speziellen:

A: ... dass ein Fremdwort verstanden werden sollte, bevor es um die Frage der Schreibweise geht, das ist ja wohl selbstredend - da sind wir uns einig. Falls du der Meinung warst, das müsse nochmal betont werden, so bedanke ich mich dafür. Ich dachte, das wäre die Basis der Diskussion gewesen.

B: Aber warum willst du paartu(?) (mir ist "partout" lieber) die Worte vergewaltigen und stutzen? Das will mir nicht einleuchten. Klar benötigt man in der deutschen Deklination Artikel, da der Casus des Nomens sonst unerkannt bleibt (ja das war einer der großen Vorzüge des Lateinischen, die auf Artikel verzichtete) . Auch da würde ich mich im Zweifel an den Genus des Originals halten. Aber das Fremdwort selbst muss doch deswegen nicht verändert werden!


Was die Bereicherung der eigenen Sprache angeht: Logischerweise plädiere ich nicht für die Übernahme sinnloser Kraft-, Fäkal-, oder Vulgärwörter! Auch das finde ich ist selbstredend. Danke, dass du auch dies nochmal verdeutlicht hast.
Aber abgesehen davon ist die Auseinandersetzung mit der fremden Sprache und Übernahme verschiedenster Elemente der selbigen immer und zu jeder Zeit bereichernd, solange es der Fortentwicklung der deutschen Sprache dient. Da muss ich Dir leider klar widersprechen.

Mein Interesse am unverfälschten Übernehmen des Fremdenwortes liegt nämlich hauptsächlich darin begründet, dass ich auf eine stete Verbesserung und Perfektionierung (Bärfecktioinierung, wenn du willst) der eigenen Sprache hoffe. Denn so schön und gut sie sein mag, so beherbergt sie genug Schwächen. Erinnere Dich an das Lateinische, falls du es kennst! Es ist bis heute schade und sicherlich der Verkettung unglücklicher Umstände geschuldet, dass starke Elemente, wie z.B. das Nicht-Benötigen eines Artikels nicht übernommen werden konnten.
Gerade dies wäre in der heutigen Speed-Society von Vorteil.
ALSO lasst das Fremde zu, denn es bereichert uns!
Wortraum



Beigetreten: 06/11/2010 19:47:25
Beiträge: 425
Offline

Hallo HerrSyntax,

Du scheinst mich ganz und gar falsch einzuschätzen. Ich versuche, kurz und knapp aufzuräumen – was mir normalerweise mißlingt.

wie ich anhand deiner anderen Beiträge feststellen konnte, verspürst du keine große Lust, Fremdes - in welcher Form auch immer - innerhalb der deutschen Sprache "ungestutzt" zuzulassen.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß zulassen meine Wortwahl war. Ich sagte, daß Fremdes erst entfremdet werden muß, und je fremder es bleibt, desto größere Schwierigkeiten bereitet uns der Umgang damit in unserer Sprache.

Ich halte es mit Goethe, der da sagte: „Die Gewalt einer Sprache ist nicht, daß sie das Fremde abweist, sondern daß sie es verschlingt.“ Und er sagte auch: „Die Sprache zugleich reinigen und bereichern ist das Geschäft der besten Köpfe.“

Das ist ein Standpunkt, den man haben kann, der jedoch sicherlich sehr konservativ daherkommt und meiner Meinung nach nicht mehr in die heutige Zeit passt.
Sprache ist konservativ. Gewohnheit, erlerntes Sprachgefühl, langzeitiger Konsens, stabile Grammatik und ein stabiler Wortschatzkern sind ihr Wesen.

Obwohl ich Totschlagargument dieser Art – konservativ, heutige Zeit – nicht mag, was noch diplomatisch gesprochen ist, gehe ich auch darauf ein: Nichts könnte an einer Sprache moderner und in der „heutigen Zeit“ notwendiger sein als Konservatismus, nichts anderes als ein stabiler Kern kann schnellen Wandel tragen.

Wenn du chinesisch Essen gehst müsstest du z.B. - nach deiner Theorie - als Beilage etwa Knödel anstatt Reis bestellen.
Ich halte Sprache und Essen für zu unterschiedlich, um mich auf so eine Analogiebildung einzulassen. Dennoch zwei Anmerkungen:
1) Lokalkolorit läßt sich mit fremdem Vokabular in der Sprache erlangen, und das ist nichts, was mir mißfällt. (Es gelingt jedoch den meisten Schriftstellern nicht. )
2) Chinesisches Essen in Restaurants in Deutschland ist recht untypisch chinesisch.

Aber wenn ich lese, dass du z.B. das Wort "community" gerne als "communitys" im Plural sehen würdest, dann würde ich das Wort lieber weglassen.
Erst einmal sagte ich nur, daß -ys grammatisch die einzig richtige und die einzig mögliche Pluralbildung ist. Es läßt sich auch nicht begründen, warum man eine weitere Pluralendung -ies benötigt; ob es sie geben wird, hängt damit jedoch nicht zusammen. Aber ja, lassen wir das Wort einfach weg.

B: Aber warum willst du paartu(?) (mir ist "partout" lieber) […]
Aber, aber, warum so konservativ?

Mein Interesse am unverfälschten Übernehmen des Fremdenwortes liegt nämlich hauptsächlich darin begründet, dass ich auf eine stete Verbesserung und Perfektionierung (Bärfecktioinierung, wenn du willst) der eigenen Sprache hoffe.
Mir gefällt nicht, wie Du es ins lächerliche zu ziehen suchst. Bärfecktioinierung ist unsinnig und hat nichts mit deutscher Laut-Buchstaben-Zuordnung zu tun. Zudem lautet das lateinische Wort perfectio, Perfektion ist das angepaßte Wort. Was, also, möchtest Du? Du verwendest ein eingedeutschtes Wort, um dagegen zu argumentieren? Du versuchst, ein eingedeutschtes Wort einzudeutschen? Ich habe keine Ahnung, was das soll. Glücklicherweise bin ich sowieso am Ende angelangt.

This message was edited 2 times. Last update was at 07/05/2011 13:27:56

Würmchen



Beigetreten: 15/06/2011 19:47:50
Beiträge: 13
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Also ich finde die neue Rechtschreibung irgendwie schwachsinnig
Diese ganzen"neuen"Schreibweisen wie das Beispiel Schofför sind doch alles nur Schreibweisen wie es ausgesprochen wird.
Das Wort Chauffeur kommt ja nicht aus dem Deutschen sondern aus dem Französischen und bedeutet folgendes:

Etymologisch ist das Wort aus dem Französischen chauffeur für Heizer entlehnt. Das Wort gehört zu frz. chauffer, was im Deutschen warm machen, heizen bedeutet. Das französische Wort geht zurück auf vlat. calefare. Ursprünglich verstand man unter dem Chauffeur einen Lokführer, der auch als Heizer und Mechaniker tätig war.

In der Schweiz heißt es sogar Chauffeuse oder in Österreich Lenker

Ich persönlich halte mich nicht so an die"neue"Rechtschreibung,ich schreibe so wie es sich gehört und richtig anhört
Gutes Beispiel dafür:Fußball/Fussball,das doppelte s klingt einfach zu scharf und hart.

Deutsch,deutscher-bayrischXD
Wildrix



Beigetreten: 21/07/2011 22:49:53
Beiträge: 14
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Hallo, Freunde der französischen Sprache !

Wenn man schon über Chauffeur - Schofför spricht,

oder über Friseur - Frisör Friseuse - Frisöse - Frisörin

dann sollte man auch mal darüber nachdenken, wie man

unter Anwendung der obigen "Eindeutschungs-Regeln"

künftig "Ingenieur" zu schreiben gedenkt !

Ich bin nämlich einer !

Und im Zuge der Emanzipation gäbe es dann am Ende auch noch "Inschinösen" !

(Schmunzeln ist doch etwas Schönes und macht den ganzen Tag glücklich!)






MrClutch



Beigetreten: 01/11/2011 11:53:07
Beiträge: 9
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Hallo zusammen,

wie schon erörtert bin ich auch der Meinung das ein französisches Wort französisch bleiben sollte. Warum sollten wir die Rechtschreibung eines Wortes ändern nur um es für uns einfacher zu machen. Immerhin haben wir das Wort von den Franzosen "ausgeliehen" und, diese wären sicherlich nicht "enchanté" wenn sie wüssten wie wir ihre Wörter behandeln (natürlich nur bildlich gesprochen )

Für mich bleibt ein Chauffeur ein Chauffeur.
Ein Fauxpas ein Fauxpas.
Und ein malheur ein malheur.

Vielleicht ist das nur meine Meinung aber ich denke allein aus Respekt vor der französischen Sprache sollten wir sie auch so beibehalten .

Liebe Grüße
JP
Wortraum



Beigetreten: 06/11/2010 19:47:25
Beiträge: 425
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MrClutch wrote:(natürlich nur bildlich gesprochen )
Natur stammt vom Lateinischen natura. Ich kann zwar kein Latein, aber meines Erachtens müßte es naturalis heißen, auch wenn natürlich seit der Entlehnung längst seine Bedeutung wandelte.

MrClutch wrote:Vielleicht ist das nur meine Meinung aber ich denke allein aus Respekt vor der französischen Sprache sollten wir sie auch so beibehalten .
Auch Respekt stammt aus dem Lateinischen und kam über Französisch zu uns. Aus Respekt für die Latiner solltest Du also respectus schreiben; aus Respekt für die Franzosen sollte es respect heißen.

Immerhin haben wir das Wort von den Franzosen "ausgeliehen" und, diese wären sicherlich nicht "enchanté" wenn sie wüssten wie wir ihre Wörter behandeln (natürlich nur bildlich gesprochen )
Die Franzosen haben ein recht inniges und wertschätzendes Verhältnis zu ihrer Sprache und sind bemüht darum, sie zu hegen und zu pflegen. Seit jeher und in besonderem Maße mit der Französische Akademie ist dieses Verhältnis in der französischen Kultur verankert, und eben nämliche Akademie hat einen Hang, einen meines Erachtens gesunden Hang zum Sprachpurismus.

Ich denke, wenn man den Franzosen gefallen möchte, tut man vor allem dieses: man schöpft aus seiner eigenen Sprache, und falls man entlehnt, dann mit angepaßter Lautung und Schreibung.
 
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