Verwandt sind das Verb siechen = "über einen langen Zeitraum
krank sein" - heute fast ausschließlich in der Zusammensetzung
dahinsiechen - und mehrere Substantive wie Siechtum = "langwierige,
sich hinziehende Krankheit", Siechbett = "Krankenbett", Siechheit u.a.
"Das war nun wahrlich zu mürb, zu brüchig, zu siech für den
damaligen Zeitgeschmack, der Wörter wie 'knallhart' bevorzugte."
(Süddeutsche Zeitung 1995)
"Die Weltmeisterschaft des Jahres 2006 möchte man ausrichten,
und daselbst natürlich, 40 Jahre nach dem Titelgewinn von
1966, endlich wieder die beste Mannschaft des Erdballs werden."
(TAZ 1997)
Das Verb kabeln wurde analog dem engl. Verb 'to cable'
aus dem Substantiv Kabel (engl. 'cable') gebildet. Dies
ist die im 19. Jh. geprägte Bezeichnung für überseeische
Telegrafenleitungen bzw. allg. für isolierte Stromleitungen.
Kabel geht auf das lat. Wort 'cabulum' zurück, welches seinerzeit
Fangseil bedeutete.
"Jüngst konnte Primor ausnahmsweise mal Erfreuliches nach Hause
kablen." (TAZ 1990)
Das erstarrte Adjektiv eitel (nicht deklinierbar) ist heute meist
nur noch in den Verbindungen eitel Gold = "reines Gold" oder
eitel Sonnenschein = "nichts als Sonnenschein" anzutreffen.
"Bei den Politikern herrschte eitel Freude."
(Frankfurter Rundschau 1993)
"Der Hinweis auf die 'Generation der Erben', die jetzt in
den Genuß komme, die gut gefüllten Bankkonten ihrer Altvordern
zu übernehmen, schönt das Bild, aber verschönert es nicht."
(Rheinischer Merkur 1997)