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Index » Rechtschreibung » Eigennamen in Anführungszeichen oder nicht?
Autor Beitrag
BT

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Beigetreten: 27/04/2010 13:26:22
Beiträge: 26
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Hallo.

wie wird es denn nun gemacht? Bei Abi-Klausuren konnte ich mir immer gleich zwei Punkte wegen missratener Rechtschreibung abziehen. So hatte ich keinen Stress mehr mit der Orthographie und Zeit für Inhaltliches. Einiges habe ich aber doch auf den Schirm bekommen. So kassierte ich regelmäßig Strafpunkte, wenn ich Eigennahmen zwar groß schrieb, diese aber nicht in Anführungszeichen setzte. In den Medien, besonders auch in Zeitschriften und Büchern sehe ich aber Eigennamen nur ohne ' . Was ist denn nun richtig?
Kann einer helfen?

Grüße BT
Fee

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Beigetreten: 30/04/2010 10:45:54
Beiträge: 50
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grüsse Dich BT

ich weiß, es ist schwierig: wenn du ausdrücken möchtest, dass die Opernsängerin Maria Callas sang.... dann heißt es meist kurz und bündig "die Callas sang", weil dies eine Art von Markennamen ist. oder "der Müller hat die Rechnung nicht bezahlt".

oder mit einem attributierenden Substantiv ----Präsidents Bush Reise in den Irak

Allerdings die Weimarer Republik ,
Loui

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Beigetreten: 04/06/2010 21:27:13
Beiträge: 52
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Heho Leuts! Ich lese ABI und werde hellhörig *lach

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Bei meinen Klausuren musste ich lediglich die Eigennamen (Autoren beispielsweise) großschreiben und den Titel in Anführungszeichen setzen. Die Deutschklausuren bezogen sich ja meistens auf Vergleiche von Schriftstücken unter Herannahme von epochenspezieller Literatur, von daher ging es eher um den Inhalt und die Art seine Informationen sinngerecht aufzubauen.
Bezieht sich dein Orthografie-Problem auf den Deutsch-Kurs? Ansonsten würde ich, wenn es sich um einen anderen KUrs handelt, mit den Lehrern die Art und Weise vereinbaren, was wie richtig ist/gewertet wird.

Viel Erfolg!

Loui

"Der Mensch ist Herr der Gegensätze, sie sind durch ihn, und also ist er vornehmer als sie. Vornehmer als der Tod, zu vornehm für diesen – das ist die Freiheit seines Kopfes. Vornehmer als das Leben, zu vornehm für dieses – das ist die Frömmigkeit in seinem Herzen." Thomas Mann "Der Zauberberg"
Anrheiner

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Beigetreten: 26/06/2010 18:38:22
Beiträge: 52
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Hallo BT,

mein Abitur liegt nun schon ein wenig zurück, aber ich kann mich nicht erinnern Eigennamen als Handelnde jemals mit Anführungszeichen markiert zu haben. Es war immer so und hat sich bei mir auch im Studium nicht geändert, dass wenn Du von Hans Müller etwas aussagst, dass er das und das gesagt habe, oder dieses und jenen getan hat, Du diesen Namen ohne Anführungszeichen schreibst, wenn Du von „Hans Müller“ aber aussagst, „Hans Müller“ würde mit zwei „l“ geschrieben, dann werden selbstverständlich Anführungszeichen verwendet.
Hier ist nämlich nicht Hans Müller als Person gemeint, sondern der Name dieser Person, „Hans Müller“, der mit zwei „l“ geschrieben wird.

Ich hoffe, dass Du dies gemeint hast und wünsche viel Erfolg beim Abitur.

This message was edited 2 times. Last update was at 25/07/2010 21:45:49


"Es stimmt: Eine Grille arbeitet nicht. Aber eine Ameise kann auch nicht singen."
Unbekannt
aus: Eduardo Galeano: Die Füße nach Oben
Iggiz

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Beigetreten: 29/06/2011 15:06:35
Beiträge: 200
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Hallo BT,

es liegt mittlerweile schon einige Zeit zurück, dass du dieses Thema eingestellt hast und wahrscheinlich ist die Beantwortung bereits unnötig, aber dennoch verwirrt mich auch dein Beitrag, sodass ich dem Ganzen auf den Grund gehen möchte.

Da ich dieses Jahr meine Fachhochschulreife erwerbe, kann ich dir bei deinem Problem sehr schnell behilflich sein. Im Deutschunterricht habe ich es gelernt bekommen, dass Eigennamen standardgemäß in Anführungszeichen gesetzt werden, wenn du einen Aufsatz oder eine Klausur schreibst.

Die Anführungszeichen dienen dafür, dass Zitate abgegrenzt und nachvollzogen werden können. Somit ist ein Bezug möglich.

Beispiele für Setzung von Anführungszeichen:

Wir haben gestern in der Oper "Die Zauberflöte" von Mozart gesehen.
Im Fernsehen kam gerade der Film "Troja".
Das Schrankwandmodell "Ellipse" ist leider zurzeit nicht lieferbar.

Ich habe es schon sehr früh so eingetrichtert bekommen. Ich habe mich daran gehalten und hatte eher Probleme im Ausdruck. Somit ist mir das direkte Problem unklar. Wenn man es einfach einhält, läuft alles wunderbar.

Mit freundlichen Grüßen

Iggiz
Wortraum

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Beigetreten: 06/11/2010 19:47:25
Beiträge: 425
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Die Frage liegt irgendwo zwischen Grammatik, Zeichensetzung und Typografie. Meines Wissens gibt es keine erschöpfende Regeln, es lassen sich also nur Richtlinien nennen. Sie sollten meines Erachtens in dieser Reihenfolge berücksichtigt werden:

1) Namen müssen gar nicht markiert werden.

2) Namen und dergleichen dürfen gebeugt werden.
• Wir waren gestern abend in der Zauberflöte.

3) Anführungszeichen sind nützlich, dienen aber einer harten Trennung und Hervorhebung; sie sind daher in vielen Fällen nicht geeignet, um Namen zu kennzeichnen. Gerade in Groschenromanen und billigen Ausgaben sind sie mir aber in genauer dieser Funktion begegnet. Die oftmals bessere Alternative ist die Kursivschreibung.
• Sie bestiegen die Nachtwind und segelten gen Süden davon.

4) Namen könne ungebeugt und in ihrer Originalschreibung wiedergegeben werden, ohne daß man sie in Anführungszeichen setzt:
• Hast Du Die Zauberflöte gesehen?

5) Namen können zur besonderen Abgrenzung in Anführungszeichen gesetzt werden. Sinnvoll wird dies, wenn etwa ein Buchtitel lang ist, selbst einen Teilsatz bildet und somit als eigenständiger Name unterzugehen droht oder verwirrt:
• Ich wollte ihr das Buch „Das gespaltene Land: Leben in Deutschland 1945 – 1990“ schenken.

6) Vermittels [sic] kann man auf den getreuen Wortlaut oder die Schreibung besonders hinweisen, meist in wissenschaftlichen Texten oder als redaktionelle Anmerkung.
• Seine Meinung war, daß Günter Graß [sic] allgemein überschätzt sei.

This message was edited 2 times. Last update was at 07/08/2011 16:46:22

Iggiz

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Beigetreten: 29/06/2011 15:06:35
Beiträge: 200
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Hallo,

generell sind mit Hilfe von Anführungszeichen Wörter in einem Text hervorzuheben. Ich kann sie auch verwenden, wenn ich mich bewusst darauf beziehen möchte. Man nimmt schließlich eine Stellung dazu. Besonders im Deutschunterricht ist der letzte Standpunkt sehr wichtig, da man zu einem Text seine Klausur schreibt. Somit muss man sich einfach darauf beziehen. So werden nun einmal Überschriften und Werktitel in Anführungszeichen gesetzt.

Des Weiteren sind Sprichwörter, zu denen man einen Bezug herstellt, in Anführungszeichen zu setzen. Beispiel: „Aller Anfang ist schwer“ ist ….

Auch Wörter und Wortgruppen, die man im übertragenen Sinne oder ironisch benutzt, werden in der Regel in Anführungszeichen gesetzt. Es ist somit auch ein rhetorisches Stilmittel, bei dem Obacht geboten ist. Beispiel: „Du willst ein „treuer Freund“ sein?

Mit freundlichen Grüßen

Iggiz
Laura

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Beigetreten: 14/10/2011 20:12:49
Beiträge: 106
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Wenn mit Eigennamen Namen von Personen gemeint sind, dann bin ich jetzt verwirrt: ich habe es noch NIE gehört, dass Personennamen in Anführungszeichen gesetzt werden. Den Titel einer Oper oder eines Films dagegen setze ich immer in Anführungsstriche... nun frage ich mich bei dem Beispiel "Zauberflöte" aber, wie es mit der Deklination solcher Titel ist: ist zB
"die Aufführung der 'Zauberflöte'"
oder
"die Aufführung der Oper 'Die Zauberflöte'"
korrekt von der Deklination+Zeichensetzung her oder geht beides? Oder nimmt man die erste Formulierung und lässt die Anführungszeichen weg?

This message was edited 1 time. Last update was at 03/11/2011 15:16:15

Wortraum

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Beigetreten: 06/11/2010 19:47:25
Beiträge: 425
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Ich habe hier immer das Gefühl, daß die Antworten in einem Thema nicht gelesen werden. Zur Markierung und zur
Beugung von Eigennamen wie der Zauberflöte schrieb ich bereits etwas. Es mag ja sein, daß die Antwort nicht ausreichend ist – ist sie es nicht? –, aber deswegen muß man die Frage nicht neustellen.

Man könnte die Antwort ergänzen:
Typographisch haben die einfachen deutschen Anführungszeichen ‚‘ den Nachteil, daß man sie mit Bei- und Hochstrich verwechseln kann, und bei den Anführungszeichen „“ gibt es Probleme mit dem Grauwert, in den meisten Büchern werden daher »« verwendet.

"die Aufführung der Oper 'Die Zauberflöte'"
Ob man sie verwenden sollte, wurde beantwort, es stellt sich also eher die Frage nach dem (typographischen) Wie. Zuerst sollte man echte Anführungszeichen verwenden, keine Ersatzzeichen aus der Schreibmaschinenära:
• „die Aufführung der Oper ‚Die Zauberflöte‘“

Dann sollte man es einmal mit den spitzen Anführungszeichen probieren:
• »die Aufführung der Oper ›Die Zauberflöte‹«

Man darf sie auch mischen, auch das bleibt einem vorbehalten:
• „die Aufführung der Oper ›Die Zauberflöte‹“
• »die Aufführung der Oper „Die Zauberflöte“«
Eine Mischung empfiehlt sich eher bei Zitaten innerhalb von Zitaten, bei Werktiteln bin ich da eher zögerlich.

Das alles macht es jedoch nicht viel besser, eine Häufung von Satzzeichen ist nie schön. (Bei direkter Rede wurde eine solche Häufung in den Staatsregeln leider angestrebt. Aus Sicht der Typographie und der Leserlichkeit ist das Unsinn.)

Vielleicht hilft es, sich drei Fragen zu stellen:
1) Muß ich den Namen hervorheben? (Macht es den Satz verständlicher, hilft es der Leserlichkeit?)
2) Muß ich den Namen wirklich hervorheben?
3) Ist es wahrhaftig so gut, daß ich den Namen hervorgehoben habe?
Laura

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Beigetreten: 14/10/2011 20:12:49
Beiträge: 106
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ich war wahrscheinlich nicht ganz wach, als ich die Antworten gelesen hatte (drei Stunden Schlaf in der Nacht zuvor und null Konzentration), hatte deswegen etwas überlesen... entschuldige bitte das Missverständnis

dass ich die einfachen Zeichen benutzt habe, lag eigentlich nur daran, dass wenn "Zauberflöte" am Ende des Ausdrucks steht, den ich in Anführungsstriche setzen wollte, sich die Striche am Ende sozusagen stapeln und es einfach seltsam unübersichtlich ausgesehen hätte... normalerweise nehme ich dafür tatsächlich die normalen Anführungszeichen "..." - dass so eine Dopplung im normalen Schreib-Alltag vorkommt, ist ja sonst eher selten; steht der Name am Ende eines Satzes, wird vor dem zweiten Zeichen noch ein Punkt gesetzt und es sieht nicht wie "" aus

Wortraum wrote:Ich habe hier immer das Gefühl, daß die Antworten in einem Thema nicht gelesen werden. Zur Markierung und zur
Beugung von Eigennamen wie der Zauberflöte schrieb ich bereits etwas. Es mag ja sein, daß die Antwort nicht ausreichend ist – ist sie es nicht? –, aber deswegen muß man die Frage nicht neustellen.

Man könnte die Antwort ergänzen:
Typographisch haben die einfachen deutschen Anführungszeichen ‚‘ den Nachteil, daß man sie mit Bei- und Hochstrich verwechseln kann, und bei den Anführungszeichen „“ gibt es Probleme mit dem Grauwert, in den meisten Büchern werden daher »« verwendet.

"die Aufführung der Oper 'Die Zauberflöte'"
Ob man sie verwenden sollte, wurde beantwort, es stellt sich also eher die Frage nach dem (typographischen) Wie. Zuerst sollte man echte Anführungszeichen verwenden, keine Ersatzzeichen aus der Schreibmaschinenära:
• „die Aufführung der Oper ‚Die Zauberflöte‘“

Dann sollte man es einmal mit den spitzen Anführungszeichen probieren:
• »die Aufführung der Oper ›Die Zauberflöte‹«

Man darf sie auch mischen, auch das bleibt einem vorbehalten:
• „die Aufführung der Oper ›Die Zauberflöte‹“
• »die Aufführung der Oper „Die Zauberflöte“«
Eine Mischung empfiehlt sich eher bei Zitaten innerhalb von Zitaten, bei Werktiteln bin ich da eher zögerlich.

Das alles macht es jedoch nicht viel besser, eine Häufung von Satzzeichen ist nie schön. (Bei direkter Rede wurde eine solche Häufung in den Staatsregeln leider angestrebt. Aus Sicht der Typographie und der Leserlichkeit ist das Unsinn.)

Vielleicht hilft es, sich drei Fragen zu stellen:
1) Muß ich den Namen hervorheben? (Macht es den Satz verständlicher, hilft es der Leserlichkeit?)
2) Muß ich den Namen wirklich hervorheben?
3) Ist es wahrhaftig so gut, daß ich den Namen hervorgehoben habe?
Wortraum

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Beigetreten: 06/11/2010 19:47:25
Beiträge: 425
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Die einfachen Anführunszeichen sind doch in Ordnung, die normalen haben in Deinem Beispiel nichts verloren. Ich schrieb nicht, da müssen normale Anführungszeichen hin; ich schrieb echte Anführungszeichen statt der Ersatzzeichen. Die Zollzeichen "" sind ja am ehesten noch englische Anführungszeichen (Schreibmaschinenersatz für “”), aber auch dort sind sie lediglich Notbehelf.
Laura

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Beigetreten: 14/10/2011 20:12:49
Beiträge: 106
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Wortraum wrote:Die einfachen Anführunszeichen sind doch in Ordnung, die normalen haben in Deinem Beispiel nichts verloren. Ich schrieb nicht, da müssen normale Anführungszeichen hin; ich schrieb echte Anführungszeichen statt der Ersatzzeichen. Die Zollzeichen "" sind ja am ehesten noch englische Anführungszeichen (Schreibmaschinenersatz für “”), aber auch dort sind sie lediglich Notbehelf.


achso, dann haben wir aneinander vorbeigeredet ob es jetzt echte Zeichen (einführendes Zeichen unten, meinst du das?) oder Zollzeichen sind, hängt von dem Programm ab, in dem ich tippe: Word korrigiert es automatisch (und da achte ich auch darauf, wenn etwas gedruckt werden soll), in so einem Antwort-Fenster in Foren aber drücke ich einfach Shift+2 und sehe meist nicht mal genau hin, welches Zeichen exakt im Beitrag steht (deutsche Tastatur vorausgesetzt *g*)
Wortraum

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Beigetreten: 06/11/2010 19:47:25
Beiträge: 425
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Teilweise meine ich das. Ebenso gilt es aber für alle anderen Anführungszeichen, auch für deutsche Anführungszeichen hinten. Es gibt diese Zeichen, alle zur jeweiligen Schriftart passend.

In den einzelnen Sprachen wird recht verschieden zitiert, und in der Schrift Verdana sind die englischen Anführungszeichen und somit auch das deutsche Anführungszeichen oben spiegelverkehrt – ein Fehler der Schrift –, für profesionelle Texte darf man sich deshalb auch nicht auf die automatische Ersetzung verlassen.

(Ich bin übrigens Informatiker und könnt mich jedesmal darüber aufregen, daß selbst große Zeitungen im Internet Anführungszeichen entweder stilistisch ungeschickt oder typographisch falsch verwenden. Wir haben unfaßlich leistungsfähige Maschinen, wir können Bilder, Musik und Filme in Artikel einbetten, haben interaktive Grafiken und Statistiken, allein beim Text ignoriert so mancher die Möglichkeiten und schreibt, wie er vor hundert Jahren auf einer Schreibmaschine geschrieben hätte.)
 
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