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Index » Rechtschreibung » Trenn nie st, denn es tut ihm weh!
Autor Beitrag
frostbeule66-01

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Beigetreten: 17/06/2010 19:59:49
Beiträge: 135
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In meiner Schulzeit haben wir vile Eselsbrücken gelernt, um uns die Rechtschreibung leichter zu machen. Da fällt mir ein:
Trenne nie st, denn es tut ihm weh!
ade solch eingängige Spüche vermisse ich jetzt im Lernalltag, denn meine Tochter, noch 4. Klasse, schaut mich immer ganz verwundert an, wenn ich diese Sprüche vom Stapel lasse. Mir hat es damals sehr geholfen und wie man sieht waren sie so eingängig, dass die Sprüche noch ganz leicht von den Lippen kommen, trotz der vielen vergangenen Jahre. Was haltet Ihr von diesen Eselsbrücken? Kennt ihr auch noch welche?
Franzi1991

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Beigetreten: 23/06/2010 13:16:47
Beiträge: 24
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Hi Leute,

Eselsbrücken sind super! Aus dem Deutschunterricht hab ich Folgende behalten:

Mit, nach, von, zu, aus, seit, bei - verlangen stets Fall Nummer 3.
Durch, um, ohne, gegen, für - erfordern den Fall Nummer 4.
An, auf, hinter, neben, in, über, vor, zwischen - die den Fall 3 oder 4 erwischen.

Liebe Grüße
Franzi
frostbeule66-01

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Beigetreten: 17/06/2010 19:59:49
Beiträge: 135
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Hey, Franzi1991!
Zu erst einmal muß ich mich entschuldigen: Ich habe ja so viele Fehler in meinem Geschreibsel. Das ist mir jetzt erst aufgefallen und nun richtig peinlich. Aber wahrscheinlich war ich am Rumdösen und hab nicht mehr quergelesen.

Deine Eselsbrücke finde ich super- die kannte ich noch gar nicht. Hab sie mir gerade rausgeschrieben und über den Schreibtisch geklebt. Da wird meine Tochter wieder große Augen machen, wenn dort mal wieder etwas neues hängt.
Tina

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Beigetreten: 14/07/2010 00:31:40
Beiträge: 53
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Einen Schönen Guten Samstag wünsche ich Euch,

zum Thema Eselsbrücken hatten wir während der Grundschulzeit von unseren Lehrkräften auch jeweils diverse zur Auswahl bekommen. An alle kann ich mich nicht erinnern, aber diese folgenden blieben mir doch im Gedächtnis:

Wer „brauchen“ ohne „zu“ gebraucht,
braucht „brauchen“ gar nicht zu gebrauchen.

Wer nämlich, ziemlich und dämlich mit h schreibt,
ist nämlich ziemlich dämlich.

„s“ und „t“ wird nie getrennt,
auch wenn die ganze Schule brennt.

Bis auf den letzten könnte sind die Regeln noch aktuell, vielleicht mag sie Frostbeule auch über den Schreibtisch hängen?

Die anderen Eselsbrücken, die mir noch geläufig sind beziehen sich jedoch auf Fremdsprachen. Insofern also eher nichts für diese Rubrik.

Lieben Gruß,
Tina


mel0010

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Beigetreten: 05/09/2010 10:43:16
Beiträge: 51
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Hallo Leute!

Ich finde Eselsbrücken auch Klasse - haben mir in der Schule auch immer weitergeholfen. Spontan fällt mir folgende ein: "Ich steh mitten in den Stalagmiten" - die hat aber leider nicht wirklich etwas mit der deutschen Sprache zu tun Trotzdem merke ich mir seither den Unterschied zwischen Stalagmiten und Stalaktiten. Denn mitten in den Stalaktiten kann man ja nicht stehen, wenn sie von oben runterhängen - ergo: Stalagmiten wachsen von unten nach oben, Stalaktiten von oben nach unten. Wie man sichs noch merkt: Stalak"titen" - naja, die werden wohl hängen.

Aber um nicht ganz vom Thema abzuschweifen, wisst ihr woher der Begriff Eselsbrücke kommt?
Esel gehen ja nicht wirklich gerne durch Wasserlacken. Darum musste man oft kleine Brücken bauen, damit sich die störrischen Tiere auch drüber wagten. Eine Eselsbrücke ist also ein kleiner Umweg, der trotzdem ans Ziel führt.

Liebe Grüße
Laura

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Beigetreten: 14/10/2011 20:12:49
Beiträge: 106
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Ich finde solche Eselsbrücken auch klasse, habe sie vor allem in Latein gerne genutzt ("7-5-3, Rom schlüpft aus dem Ei" *g*), aber das ist jetzt ein bisschen off-topic, sorry
Was ich eigentlich sagen wollte: es ist doch kein Wunder, wenn ein Kind von heute die Eselsbrücke mit "ST" nicht versteht, denn nach der neuen deutschen Rechtschreibung ist sie überhaupt nicht mehr aktuell:
http://www.duden.de/sprachratgeber/crashkurs--in-25-schritten-zur-neuen-rechtschreibung/8
Gretchen0910

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Beigetreten: 17/11/2011 16:29:32
Beiträge: 150
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Eselsbrücken kamen in meinen Schulen leider selten von den Lehren, dabei sind sie so hilfreich, um sich Ausnahmen und Regeln zu merken. Bei uns wurden die Eselsbrücken meist durch Mitschüler mitgebracht, die sie von ihren Eltern übernommen hatten.
Daher kenne ich beispielsweise auch noch diese beiden:
Wenn "wider" nur "dagegen" meint - dann ist das "e" dem "i" stets Feind!

Und

Wenn "wieder" nur "noch einmal" meint - dann sind dort 'i' und 'e' vereint!

Die fand ich sehr hilfreich, da ich häufig wider und wieder verwechselte.

Ebenso hilfreich war auch:
Das "scheinbar" hör ich weinend - du meinst gewiss "anscheinend"!
Francar

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Beigetreten: 14/11/2011 22:15:37
Beiträge: 50
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Oh ja, die Eselsbrücken aus der Schulzeit, damit man sich die Regeln der Rechtschreibung merken kann.

"Gar nicht wird gar nicht zusammen geschrieben". Diese Eselsbrücke hat sich so sehr bei mir eingeprägt, dass ich es jetzt ganz schrecklich finde, wenn jemand "gar nicht" zusammenschreibt.

"Nach am, ans, vom, zum, beim schreib Verben niemals klein!" oder

"Auf einmal schreibt man zweimal"

"ein bisschen wird kein bisschen groß geschrieben"

So, und nun fallen mir keine mehr ein.

Gretchen0910, deine Beispiele finde ich toll, diese Merksätze habe ich noch gar nicht gehört. Das wäremir sehr hilfreich in meiner Kindheit gewesen, da ich das auch immer durcheinander gebracht habe.
Gretchen0910

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Beigetreten: 17/11/2011 16:29:32
Beiträge: 150
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Teilweise gibt es ja auch in Schulbüchern als Randbemerkungen Eselsbrücken, leider fällt mir dabei aber oft auf, dass diese Eselsbrücken nicht wirklich eingängig sind. Wenn man schon für das Auswendiglernen der Eselsbrücken jede Menge Energie aufwenden muss, kann man sie sich natürlich direkt sparen.

Auch beim Sprachenlernen oder früher im Geschichtsunterricht, hätte ich mir manchmal mehr Eselsbrücken gewünscht. Merksprüche die sich schnell einprägen, einfach abgerufen werden können und lange erhalten bleiben. Auf 753 – Rom schlüpft aus dem Ei und 333 – Isos Keilerei bin ich zum Beispiel erst während der Abiturvorbereitung gestoßen. Und ausgerechnet durch eine Panki-Kassette, die mein Neffe zum Einschlafen anhören wollte. Schade, dass so eine hilfreiche Sache nicht mehr eingebunden wird, um Lernen effektiver zu gestalten.
Laura

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Beigetreten: 14/10/2011 20:12:49
Beiträge: 106
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aaah, genau - "Isos Keilerei" war die zweite Eselsbrücke, welche sich auf die "drei" reimte und mich deswegen fast in den Wahnsinn getrieben hat... diesen Brücken sei Dank habe ich eine Zeit lang tatsächlich die beiden Jahreszahlen ständig verwechselt - nach einiger Zeit war es bei mir auch angekommen, aber irgendwie ist es doch schon ungeschickt im gleichen Themengebiet zwei Eselsbrücken zu bilden, die denselben Reim haben, was?
Gretchen0910

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Beigetreten: 17/11/2011 16:29:32
Beiträge: 150
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Das Problem des Verwechselns hatte ich eigentlich bei den beiden nie. In meinem Kopf haben die beiden Reime aber auch zwei ganz unterschiedliche Satzmelodien. Dadurch waren diese beiden Jahreszahlen einige der wenigen, die ich mir auch noch lange nach dem Geschichtsunterricht merken konnte. Da mich der Geschichtsunterricht in der Schule nie sonderlich interessierte, fiel mir das Auswendiglernen immer schwer. Besonders in dem Fach hätte ich also deutlich mehr Eselsbrücken brauchen können.
Kennt hier denn sonst noch jemand Eselsbrücken? Egal für welches Fach oder welchen Bereich? So eine zusammengetragene Sammlung könnte ja ziemlich nützlich sein – nicht nur für die Schulkinder einer Familie.
 
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