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Die aktuelle Uhrzeit ist: 25/04/2014 10:05:11
Index » Stil » Gruß- und Abschiedsformeln XML

Autor Beitrag
anmana



Beigetreten: 12/12/2010 20:04:45
Beiträge: 80
Offline

Hallo zusammen,

hier nochmal ein Thema, das davon handeln soll, welche Gruß- und Abschiedsformeln (mittlerweile) in deutschen Briefen üblich sind.

1. Geschäftlich
Bei geschäftlichen Briefen schreibt man doch meist:
als Gruß: „Sehr geehrte Frau x“/ „Sehr geehrter Herr x“ oder wenn man nicht weiß, an wen man schreibt „Sehr geehrte Damen und Herren“ (ich habe mir früher übrigens tatsächlich vorgestellt, dass dann mehrere Damen und Herren gleichzeitig den Brief lesen
als Abschiedsformel meist: „Mit freundlichen Grüßen“
Insbesondere hier würde mich interessieren, was (mittlerweile) ebenfalls geläufig ist. Denn immer dasselbe ist ja langweilig und einfallslos.

2. Universität
Wie redet Ihr Eure Dozentinnen und Dozenten an?
Hier schreibe ich manchmal „Liebe Frau x/ Lieber Herr x“. Meint Ihr, das ist in Ordnung? (Ich merke gerade, dass man sich in Internetforen oft duzt, auch sehr interessant).

3. Freunde
Hier gibt es wahrscheinlich mit Abstand die meisten Anreden: Hi, Hey, Servus, Gruezi, Hallo, Moin, Nabend, Liebe/r, Mein/e liebe/r x, Grüß Gott...
Und zum Abschied: Ciao, Ciaoi, Tschüss, Tschö (auch, wenn's jetzt out ist), Bis morgen, Viele Grüße (an wen eigentlich?)...

Viele Grüße
anmana

This message was edited 1 time. Last update was at 25/01/2011 21:12:16

Wortraum



Beigetreten: 06/11/2010 19:47:25
Beiträge: 425
Offline

Also meine Dozenten schrieb ich immer mit „Sehr geehrte Frau Professor X“ oder „Sehr geehrter Herr Professor Y“ an, eher formal, bekam aber meist eine lockere Antwort zurück, mal mit Anrede, mal ohne, mal einfach ein Hallo, mal „Lieber Herr Z“. Manchmal vergaß ich das Professor, und die Antworten waren trotzdem nett, weil es dem Empfänger überhaupt nicht auffiel – oder es fiel ihm auf, war ihm aber schnuppe.

This message was edited 1 time. Last update was at 25/01/2011 20:41:46

magicsale



Beigetreten: 07/02/2011 16:31:22
Beiträge: 6
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Hallo erstmal (um mal direkt bei den Anreden zu bleiben )!

Ich denke, man sollte grundsätzlich seine Anredeformen nach der Person auswählen. Ob nun geschäftlich oder privat, es hängt immer ganz von der jeweiligen Beziehung zu der Person ab.
So kann man, wenn man z.B. geschäftlich mit einer anderen Person zu tun hat, zunächst beim formalen "Sie" bleiben und dann auch "Sehr geehrter..." verwenden, später kann man zum "Du" schreiben und zum "Hallo Herr/Frau" übergehen.
Was ich noch aus meiner Ausbildung (Stand vor 4-5 Jahren) weiß, dass es wohl "derzeit" üblich ist, statt "Mit freundlichen Grüßen" MfG oder aber "Mit freundlichem Gruß" zu schreiben.
Professoren würde ich grundsätzlich förmlich anschreiben...

Und bei Freunden sehe ich das wie bei einer persönlichen Begrüßung: einige bekommen einen Handschlag, andere eine Umarmung, wieder andere einen Kuss auf die Wange etc... so kann man dann auch mittlerweile auch nur noch Abkürzungen als Abschiedsformeln nutzen... Sei es lg, vg, hdl, bb, ild oder sonst was sei

In diesem Sinne:
just my 2 cent

vg

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod...
[WWW]
Messalina



Beigetreten: 20/12/2010 11:59:31
Beiträge: 66
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Hallöle,

In der Beziehung bin ich glaube ich noch von der alten Schule. In Geschäftsbriefen ist es für mich eher eine formale Sache - es ist jemand Fremdes, also gehört es sich einfach so. Ich habe keine Dozenten/innen mehr, aber ich würde schon aus Respekt das "Sehr geehrte(r) wählen. Sollte mir von demjenigen im persönlichen Kontakt das Du anbieten, würde ich zu "Hallo" über gehen."Liebe(r)" wäre mir dann trotzdem zu persönlich.
Es gibt aber auch Menschen, mit denen ich im engen Kontakt stehe, sie sieze und bei denen ich weiß, dass wir uns sehr mögen. Dann schreibe ich "Liebe(r) Frau/Herr. "Mit freundlichem Gruß" schreibe ich, wenn ich eine Person anspreche und "Mit freundlichen Grüßen" bei mehreren.
Abkürzungen finde ich in Briefen sehr unpersönlich und verwende sie nur bei SMS.
Laura



Beigetreten: 14/10/2011 20:12:49
Beiträge: 106
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Im Fall 1 (geschäftlich) wüsste ich jetzt auch nichts anderes als "Sehr geehrte(r) Frau/Herr x" und "mit freundlichen Grüßen", das ist halt Standard.

An der Uni hatte ich es davon abhängig gemacht, wie gut ich den Dozenten kenne (kleiner Fachbereich, jeder kennt jeden *g*):
- ein Prof, bei dem ich nur mal in der Vorlesung saß, den ich kaum kenne: genauso wie bei geschäftlichen Mails
- Dozenten, mit denen man mal ein paar Worte gewechselt hat, vielleicht in einem Seminar - eigentlich ebenso
- der Prof, welcher meine Magisterarbeit betreut hat: "Lieber Herr Prof. XY", "mit freundlichen Grüßen" (letzteres wurde im Laufe der Zeit zu "herzliche Grüße" )
- zwei Dozentinnen aus meinem Nebenfach, deren Kurse ich das ganze Studium über besucht habe und die mich gut kennen: "Liebe Frau XY" (ohne die akademischen Titel) und "herzliche Grüße"

An Freunde schreibe ich, wie es mir grad einfällt - Hi, hallo, huhu, moin, hey Süße... mögliche Schlussformeln sind dann: bis bald, CU, ciao, tschüss, *knuddelbussi*, hdl ...
bcm1979


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Beigetreten: 14/11/2011 22:25:48
Beiträge: 34
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Zum Thema "Gruß- und Abschiedsformeln" möchte ich auch nochmal folgendes beitragen:

Ich studiere auch momentan nebenberuflich in Teilzeit an der Fernuni Hagen; hier ist das fömliche Anreden eher verpöhnt. Die online betreuenden Professoren und Doktoren legen grüßtenteils gar keinen Wert darauf, daß sie mit "Herr Professor x" bzw. "Herr Doktor x" angeschrieben werden, was mir persönlich sehr sympathisch ist...
Auch ein formalisiertes "Sehr geehrter Herr x" ist in den Online-Foren der Uni selten bis nie zu finden.

Vielmehr schreibe ich
, wie die meisten anderen Studies der Fernuni auch, eher "Hallo Herr x" bzw. "Liebe Frau x", zumal auch die Professoren bzw. Professorinnen mich ebenso anreden; dieses hat mir bis dato niemand übel genommen, obwohl ich die betreffenden Personen lediglich aus ein bis zwei Veranstaltungen "kenne" und wir uns persönlich nie getroffen haben.
An Präsenz-Unis sieht es naturgemäß etwas anders aus; dort präferiere ich die Lösung, die Laura hier angeboten hat.

if (ahnung == 0) or (hoffnung == 0) { read FAQ; use SEARCH; ask GOOGLE; } else { use brain; make post; } or { give up }
Gretchen0910



Beigetreten: 17/11/2011 16:29:32
Beiträge: 150
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Begrüßungen und Abschiedsformeln stürzen mich in manchen Situationen auch in die Verzweiflung. Wenn der Angeschriebene mir gar nicht bekannt ist oder es sich um eine ganz formelle Angelegenheit dreht, ist es natürlich klar. Dann werden ‚Sehr geehrter Herr/ Sehr geehrte Frau …‘ und ‚Mit freundlichen Grüßen‘ und dergleichen gewählt. Auch bei Familie und Freunden, muss ich da nicht lange nachdenken. Anders sieht es allerdings bei geschäftlichen Kontakten aus, mit denen ich schon häufiger zu tun hatte und die dann ihrerseits ‚Liebe Grüße‘ oder ‚Hallo‘ in ihren Anschreiben wählen. Auch wenn der Korrespondenz-Partner dann eher locker schreibt, traue ich mich oft nicht so richtig von den höflichen/formellen Formen abzuweichen.
Laura



Beigetreten: 14/10/2011 20:12:49
Beiträge: 106
Offline

Was ich mich übrigens noch gefragt habe: wie spricht man am besten in einer Mail jemanden an, der einen immer mit "Hallo Frau xxx" anredet? Dieses "Hallo Frau/Herr..." kommt mir persönlich irgendwie künstlich vor, sodass ich es in meinen eigenen Mails vermeiden möchte, aber was dann? "Guten Tag/Abend/Morgen Frau/Herr"? Das ist aber ungeschickt, weil man ja nie weiß, ob die Mail nun morgens, mittags oder abends gelesen wird. Wäre vielleicht "Liebe/-r Frau/Herr xxx" angemessen, auch wenn man einander eigentlich nicht so gut kennt?
Gretchen0910



Beigetreten: 17/11/2011 16:29:32
Beiträge: 150
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Meiner Erfahrung nach, würde ich diese Begrüßungsformel in den meisten Fällen einfach spiegeln. Also anstatt lange darüber nachzudenken, einfach ebenfalls ‚Hallo Herr/ Frau xxx‘ verwenden. Vor allem auch weil ‚Hallo‘ einigermaßen unverfänglich ist, sofern schon eine gewisse Bekanntheit untereinander existiert. Das ist aber natürlich davon abhängig, in welchem Kontext die Kommunikation stattfindet.

‚Lieber Herr / Frau soundso‘ empfinde ich schon fast ein wenig zu vertraut und sofern diese Vertrautheit in der Realität nicht vorhanden ist eher künstlich.

Auch eine tageszeitabhängige Begrüßung muss – zumindest meinem Sprachempfinden nach - nicht merkwürdig wirken, wenn du dich dabei auf den Zeitpunkt des Schreibens beziehst. Leider fällt mir aber auch keine bessere Lösung dafür ein.
 
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