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Treffpunkt Konjugation

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Index » Verben » backen - Partizip II "gebacken" oder "gebackt"
Autor Beitrag
daamin

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Beigetreten: 30/11/2009 22:50:23
Beiträge: 309
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Hallo sushini,
jetzt hast du mich auf ein interessantes Wort gebracht: Heißt das Partizip II von "backen" immer "gebacken" oder gibt es auch Fälle, in denen "gebackt" richtig ist? Letzteres soll es nämlich umgangssprachlich geben, es ist mir nur nicht geläufig. Es heißt doch: "Die Mutter hat Plätzchen gebacken" oder auch im übertragenen Sinne: "Das habe ich nicht gebacken bekommen", womit gemeint ist, ich habe es nicht geschafft. - "Die Tante hat Kuchen gebackt" klingt in meinen Ohren komisch.

Beim Präteritum von "backen" erscheint mir wie bei einer Reihe anderer Verben auch die regelmäßige Form im Alltagssprachgebrauch geläufiger: "Der Bäcker backte Brot", während die starke Form im gehobenen Sprachgebrauch besser passt: "Die Tante buk eine feine Hochzeitstorte."

This message was edited 1 time. Last update was at 02/01/2010 22:31:16


LG
daamin
rosmarin

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Beigetreten: 01/01/2010 17:09:02
Beiträge: 71
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hallo miteinander

bei der Konjugation für "backen" habe ich folgendes gefunden :

Infinitiv: backen
Hilfsverb: haben

Präsens

Ich backe...du backst oder bäckst...er/sie/ es backt oder bäckt..wir backen..ihr backt... sie backen

Präteritum

ich buk oder backte...du bukst oder backtest...er/sie7es buk oder backte... wir buken oder backten..ihr bukt oder backtet.. sie buken oder backten

Konjuktiv I:

ich backe... du backest...er/sie/ es backet...wir backen...ihr backet....sie backen

Konjungtiv II
ich backte...du backtest...er/sie/es backte..wir backten...ihr backtet...sie backten

Imperativ

Singular back! oder backe! Plural backt!

Infinitiv mit zu
Ihr habt Brot zu backen!

Partizip Präsens: backend Partizip der Vergangenheit: gebacken
sushini

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Beigetreten: 01/12/2009 23:11:00
Beiträge: 160
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hui hab jetzt erst mitbekommen, dass du diesen Thread eröffnet hast. Eine Interessante Frage im Übrigen.

Aber das Partizip 2 von backen ist gebacken und gebackt, hat aber nur eben einen Bedeutungsunterschied.

Du hast den Kuchen gebacken.
ODER
Der Schnee hat an meinen Schuhen gebackt.

gebacken u.a. man backt ein Brot
gebackt u.a. Synonym "kleben", es backt etwas an etwas anderem

Ansonsten finde ich auch, dass das regelmäßige Verb viel öfter benutzt wird. Ich jedenfalls find „buk“ wird heutzutage kaum noch gebraucht.

Ich hoffe, dass hilft dir weiter ^^

@rosmarin
Nette Konjugation, aber hat die Frage von „daamin“ überhaupt nicht beantwortet…

es grüßt
anne

This message was edited 1 time. Last update was at 07/01/2010 13:43:43

kelekia

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Beigetreten: 14/12/2009 22:07:56
Beiträge: 30
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Jetzt bin ich etwas verwirrt. Ich würde sagen:

"Der Schnee babbt an meinen Schuhen"

Von schwäbisch "babben"/"bäbben" = kleben.

Das mit "backen" habe ich noch nicht gehört; sehe aber gerade im Duden, dass das wohl die "bessere" Variante ist.

Man lernt nie aus.....

Grüße, Kelekia

sushini

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Beigetreten: 01/12/2009 23:11:00
Beiträge: 160
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Hmm, das Verb babben ist mir gar nicht geläufig, deshalb hab mich mir jetzt Gedanken drum gemacht.

Trotzdem habe ich eine Konjugation gefunden: babben

Nur welches Hilfsverb ist denn richtig? sein oder haben?
Beides klingt richtig, je nach Zusammenhang.

An meinen Schuhen hat Schnee gebabbt.
Ich bin am meinem Stuhl fest gebabbt.

Dennoch würde ich meinen, dass es dieses Verb gar nicht wirklich gibt. Jedenfalls ist es mir nicht geläufig, scheint meiner Meinung nach wirklich eine Abweichung des Verbes gebackt zu sein. Denn Aussprache technisch klingt es ähnlich.

Wenn ich das Wort babben einfach mal bei google.de eingebe, entstehen 197.000 Einträge und davon ist das Meiste eigentlich eine Stadt bzw. Ortschaft gemeint.
konsj

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Beigetreten: 02/03/2012 08:54:54
Beiträge: 50
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Starke Verben sind im Deutschen durch Wechsel des Stammvokals gekennzeichnet (Ablaut), wie mit singen – sang – gesungen oder treffen – traf – getroffen. Die Vokaländerungen folgen historisch linguistisch erklärbaren Mustern und nicht willkürlich ausgewählt sind.

Das System der starken Verben ist – genauso wie das der schwachen – ursprünglich völlig regelmäßig, aber die Zahl der Ausnahmen und die Spaltung der sieben Klassen in Untergruppen führt dazu, dass man der Einfachheit halber im Sprachunterricht alle starken Verben als unregelmäßig betrachtet. Die sieben starken Verbklassen haben im Neuhochdeutschen immer noch etwas Homogenität. Begegnet man einem Verb mit der Form K1eiK2en (etwa bleiben oder reiten), so kann man zwar nicht erkennen, ob es stark oder schwach gebeugt wird, weiß man aber, dass es stark ist, so erkennt man aus dem Stammvokal die Klasse 1 und kann erschließen, dass das Präteritum K1ieK2 (blieb) lauten muss, sofern der Konsonant K2 stimmhaft ist, bzw. K1iK2K2 (ritt), wenn K2 stimmlos ist. Ausnahmen sind die Verben leiden und schneiden, wo sich das d wie ein t verhält.

Die Anzahl der unregelmäßigen Verben geht in der deutschen Sprache leicht zurück. Das Mittelhochdeutsche besaß weit mehr solcher Verben, so hieß es damals z. B. noch ball statt bellte, gedacht oder gedact statt gedeckt. Auch die Formen buk statt backte und gesotten statt gesiedet sind gegenwärtig wenig gebräuchlich.

6. Ablautklasse: ä/e/ö - u/a/o - a/o
backen - bäckt/[backt] - buk/[backte] - gebacken

überbacken - überbäckt/[überbackt] - überbuk/[überbackte] - überbacken
abbacken - bäckt/[backt] ab - buk/[backte] ab - abgebacken, ebenso: auf-, durch-, einbacken
[aber Intransitiv nur schwach: backen - backt - backte - gebackt; zusammenbacken - backt zusammen - backte zusammen - zusammengebackt]
 
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