Da ich in einem anderen Thread auf der Suche nach einer Möglichkeit zum Ablegen von für mich typischen Fehlern bin, kam ich auf die Idee hier eine Art Sammelkasten anzulegen.
Eselsbrücken, praktische Tipps, nützliche Hinweise und Merksätze gibt es in diesem Forum ja in rauen Mengen – nur bisher eben quer verteilt bzw. thematisch anders geordnet. Für einen schnelleren Überblick würde ich hier gern eine Sammlung öffnen, in die jeder seine Lieblingseselsbrücken ablegen oder für ihn besonders hilfreiche Regeln einbringen kann. Damit es auch wirklich praktisch und nicht unübersichtlich wird, sollten Dopplungen möglichst vermieden werden – beim Durchlesen der bereits geschriebenen Kommentare lernt man dann vielleicht auch gleich noch was Neues.
Nette Idee - verwende oft Eselsbrücke rund um die deutsche Sprache, um meinem Nachhilfekind zu helfen, sich einige Gesetzmäßigkeiten der deutschen Sprache besser merken zu können. Ich zähle hier einfach mal ein paar auf, die mir gerade einfallen.
"Das 's' bei 'das' muss einfach bleiben, kannst dafür 'dieses' oder 'welches schreiben."
"Wer nämlich mit h schreibt ist dämlich."
"Wenn 'wider' nur 'dagegen' meint, dann ist das 'e' dem 'i' stets Feind. Wenn 'wieder' doch 'noch einmal' meint, dann sind dort 'i' und 'e' vereint."
"Nach 'l', 'n', 'r' das merke dir ja, steht nie 'tz' und nie 'ck'."
Das sind vorerst die einzigen hilfreichen Eselsbrücken zur deutschen Sprache die mir spontan einfallen.
Danke für deinen ersten Beitrag hier.
Bei 'nämlich' kenne ich auch die erweiterte Form:
Wer nämlich, ziemlich und dämlich mit h schreibt,
ist nämlich ziemlich dämlich.
Außerdem habe ich noch einen weiteren Merksatz gefunden, den ich vorher noch nicht kannte:
Treffen sich drei Buchstaben zu einem Wort, so nimmt man keinen fort. (zum Beispiel bei Teeei, Stofffetzen usw.) Sieht dieses für dich komisch aus, mach ein Wort mit Bindestrich daraus. (also Tee-Ei und Stoff-Fetzen)
Und noch eine Eselsbrücke, die neu für mich war:
Nach 'vom', 'zum' oder 'beim' - schreib niemals klein!
Ja, mit Eselsbrücken merkt man sich vieles viel leichter. Auch in anderen Sprachen gibt es welche, zum Beispiel kann ich mit an folgende sehr gut aus dem Englisch-Unterricht erinnern: „He she it, das „S“ muss mit.“
Ich habe noch ein wenig weiter recherchiert und habe noch folgene Eselsbrücken zum Thema deutsch Grammatik gefunden:
Mit, nach, von, seit, aus, zu, bei verlangen stets Fall Nummer drei.
Wer „brauchen“ ohne „zu“ gebraucht, braucht „brauchen“ gar nicht zu gebrauchen.
Hier mal was zu den 4 Fällen:
(1) – No(r)mal werden
(2) – Genitive wes(s)entlich bevorzugt,
(3) – da von irgendwem die
(4) – Akkusative entwendet wurden.
„ein bisschen“ wird kein bisschen groß geschrieben.
Wer immer tut, was er schon kann,
bleibt immer das, was er schon ist.
gerade eine kurz gefasste Grammatik gefunden, die zwar keine Eselsbrücken enthält aber sehr übersichtlich und angenehm verfasst wurde. Zu den vier Fällen im Deutschen habe ich auf Seite 17 folgende Geschichte von Christian Morgenstern gefunden, die ich sehr schön finde:
Der Werwolf
Ein Werwolf eines Nachts entwich
von Weib und Kind sich begab
an eines Dorfschullehrers Grab
und bat ihn: »Bitte, beuge mich!«
Der Dorfschulmeister stieg hinauf
auf seines Blechschilds Messingknauf
und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
geduldig kreuzte vor dem Toten:
»Der Werwolf« sprach der gute Mann,
»des Weswolfs, Genitiv sodann,
dem Wemwolf, Dativ wie man's nennt,
den Wenwolf, damit hat's ein End.«
Die restlichen Strophen finden sich unter dem oben angeführten Link.
weitere Eselsbrücken:
'Gar nicht' wird gar nicht zusammengeschrieben.
Sei nicht dumm und merk dir bloß: Namenwörter schreibt man groß!
An, auf, hinter, neben, in, über, unter, vor und zwischen stehen mit dem 4. Fall, wenn man fragen kann "wohin"? - Mit dem 3. stehn sie so, dass man nur kann fragen "wo"?
"Auf einmal" schreibt man zweimal!
Das "scheinbar" hör ich weinend - du meinst gewiss "anscheinend"!
Für den Genitiv gibt es folgendes Gedicht:
unweit, mittels, kraft und während,
laut, vermöge, ungeachtet,
oberhalb und unterhalb,
diesseits, jenseits, halber, wegen,
statt, anstatt,
auch längs, zufolge, trotz,
stehen mit dem Genitiv
oder auf die Frage wessen,
doch ist hier nicht zu vergessen,
dass bei diesen letzten Drei
auch der Dativ möglich sei
(die o.g. letzten drei sind fett vorgehoben)